Die Grundannahme, Grundhaltung & Ziel der HeilMediation©

Die Grundannahme der HeilMediation© wurde von Primaria Dr. med. Heidemarie &  Albert Abrahamian im Jahre 1996 formuliert:

„Bei der Entstehung und Aufrechterhaltung eines  Konfliktes haben sich streitende Menschen- bewusst oder unbewusst-  alle "Mühe" gegeben, den jeweils anderen zu verletzen.  Wenn streitende Menschen ihren Konflikt bereinigen  wollen und einander  behilflich sind, die bereits entstandenen Wunden zu heilen, die sie sich zugefügt haben und / oder präventiv Verletzungen vermeiden, kann sich in ihnen die Bereitschaft weiter öffnen,  die Botschaften des  jeweils anderen großzügig anzunehmen"


Die Grundannahme enthält die wesentlichen  Kriterien der
HeilMediation©:

a)      Mit  der HeilMediation©  ist ein Heilauftrag verknüpft.

 

Die Medianten geben Ihre vorherige Zustimmung,  heilende Methoden bzw. Methoden der Bewusstseinsänderung  anzuwenden und über die Bedeutung des Konfliktes für den Gesundheitszustand zu sprechen sowie die Faktoren wechselseitig anzuerkennen, die die Gesundheit bzw. das Wohlbefinden der Medianten jeweils beeinträchtigen.

 

      b) Die Bedeutung des „ Heilens“ in der HeilMediation©  

Wenn eine Beziehung- sei es eine private oder geschäftliche – für die Beteiligten zufrieden stellend verläuft,  dann ist diese Beziehung in der Annahme der HeilMediation© gesund.  Treten Beziehungsstörungen ein,  dann liegen Beeinträchtigungen

1.      der Beziehung und / oder

2.      der Beziehungspartner

vor. Bei einem Konflikt ist im Sinne der HeilMediation© die Beziehung erkrankt und/oder einer oder beide Beziehungspartner. Die subjektiv empfundene Schwere des Konfliktes steht in Wechselwirkung mit der Schwere der Krankheit der Beziehung  oder der Beziehungspartner.
 

c)      Menschen haben sich bewusst oder unbewusst-  alle "Mühe" gegeben….

Streitende handeln im Selbstverständnis in der Durchsetzung eigener Interessen, die Ursache für die Verletzung eines anderen sein kann. Das Handlungsspektrum eines Menschen ist vielfältig, sodass sehr oft bereits banale Feststellungen oder Aussagen vom anderen persönlich genommen und als kränkend empfunden werden.

 

d)      Menschen, die ….einander  jeweils bewusst oder unbewusst Verletzungen zugefügt haben…

 

Die HeilMediation© kommt dann zur Anwendung, wenn die Gesundheit bzw. das

Wohlbefinden einer Konfliktpartei  angegriffen ist. Die Beurteilung, ob das Wohlbefinden beeinträchtigt ist, erfolgt entweder durch Objektivierungsverfahren der Medizinwissenschaft und/oder durch das subjektive Empfinden der Partei.

 

e)      Wenn streitende Menschen den Konflikt bereinigen  wollen …..

Die HeilMediation© enthält die Annahme, dass die Medianten einen Konflikt bereinigen wollen. Darin manifestiert sich die Freiwilligkeit zur Mediation und die Bereitschaft, sich zu einigen („Agreement to Agree“ )

 

f)   und einander  behilflich sind, die bereits entstandenen Wunden zu heilen, die sie sich ……zugefügt haben…

In der HeilMediation© besteht Vorrang wechselseitiger Hilfeleistung zur Herstellung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens gegenüber Rechten oder Sachen. Dem Prinzip nach wird die menschliche Verbundenheit nicht an  materiellen Werten oder einseitigen Standpunkten gemessen. Behilflich heißt wechselseitige Ermunterung, Trost, Anteilnahme, Verständnis, Änderungsbereitschaft und den Aufbau eines neuen kooperativen Verhaltens.

g)       …..und / oder präventiv Verletzungen vermeiden,….

Zum Wesen der HeilMediation©  gehört der Wille der Medianten, Verletzungen , dh Handlungen, die die körperliche oder seelische Integrität des anderen beeinträchtigen, sowohl im Hinblick auf das Ergebnis der HeilMediation©  und /oder in Zukunft zu vermeiden.

h)      ….Bereitschaft weiter öffnen, die Botschaften des jeweils anderen großzügig anzunehmen….

 

„Bereitschaft weiter öffnen“ enthält die Annahme, dass die Medianten die Bereitschaft haben, einander emotional näher zu kommen. Die großzügige Annahme der Botschaft (Argumente) des jeweils anderen gründet sich in der Bereitschaft zur  wechselseitiger Verbundenheit. Wenn die Medianten der Verbundenheit und Wertschätzung wegen einander großzügig entgegen kommen, kann die Wertigkeit des Konfliktes durch Nachgiebigkeit auf das richtige Maß zurechtgerückt werden. Nachgiebigkeit heißt , wechselseitig starre Standpunkte zu wechseln,  auch wenn man  -vermeintlich. oder wirklich -  Recht hat, um den jeweils anderen die Konfliktbewältigung im Einklang gesundheitlichen Wohlbefindens  zu ermöglichen.

 

Ziel der HeilMediation ©:

 

ist die Herstellung eines gesundheitlichen  Wohlbefindens im Einklang mit der gütlichen Beilegung eines Konfliktes zur wechselseitigen Herstellung des inneren Friedens.

 

 

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